Schon vor dem Spiel war klar, 2 Siege aus den letzten 3 Spielen würden reichen für die erste westdeutsche Meisterschaft in der bald fünfjährigen Vereinsgeschichte der Spielgemeinschaft. Jedoch ist dazu weiter harte Arbeit nötig.. Nach Niederlagen beim Schlusslicht in Paderborn oder gegen Boele-Kabel hatte kaum einer noch mit dieser Chance gerechnet, erst Recht nicht damit, dass es das Team nun in der eigenen Hand hat. Dass es den U18-Jungs der SW Baskets auf dem Weg kein Team leicht machen wird, bewies am Wochenende die NBBL der Rhein Stars Köln, welche statt der etatmäßigen U18 in Ronsdorf auflief.

Selbst in der zweiten Runde der NBBL-Playdowns spielend, konnte das Spiel als gute Vorbereitung genutzt werden. Die Baskets waren ob dieses Umstandes jedoch noch motivierter als sowieso schon und steckten über die gesamte Spielzeit nicht auf. Mit einer vollen Bank antretend, nur Fromm fehlte, entwickelte sich ein Spiel auf NBBL-Niveau. Einige Jungs der Baskets hatten bei den Tryouts für die Nachwuchsbundesliga vor der Saison keinen Erfolg und wollten einen weiteren Beweis antreten, dass besonders die Leverkusener Trainer dabei einiges übersehen haben.

Im ersten Viertel zeigten sich die Kölner deutlich griffiger und trafen hochprozentiger aus allen Lagen, die Baskets schien das Wurfglück in Halbzeit eins verlassen zu haben. So musste der Kampf her und besonders Heuwold und Droste zeigten sich defensiv mit einigen Steals aufmerksam. Immer wieder hatte Woerner , der Kölner Guard, eine Antwort parat und so gingen die Baskets mit einem 21:28 Rückstand in die erste Viertelpause.

Ab Viertel zwei wurde die Verteidigung geändert und aggresiver im Mann-Mann agiert. Dadurch ließ man in den Vierteln 2-4 nur starke 44 Punkte zu. Offensiv wurde nun immer wieder Marcus gefunden und Heuwold und Droste schlossen den Lauf für die 37:32 Führung ab. Doch Köln fand abermals über den reboundstarken Fondya Tchenko eine Antwort. Selbst zu oft auf den Distanzwurf vertrauend, geriet man wieder in Rückstand uns es ging mit einem knappen 45:46 aus Basketssicht in die Kabine.

Viertel 3 sollte dann das spielentscheidende werden. Köln konnte bei mageren 7 Zählern in 10 Minuten gehalten werden und selbst fand man die gewohnte Wurfsicherheit aus der Distanz wieder. Nachdem zu Beginn der zweiten Halbzeit viel über den starken Marcus ging, legten Urspruch, Droste und Kosch eine Dreierserie aufs Parkett, welche für eine 67:53 Führung nach 30 Minuten sorgte.

Immer in dem Wissen, dass die Kölner Gäste zu jeder Zeit in der Lage waren ins Spiel zurückzufinden, war die Spannung und Emotionalität im Spiel weiter hoch. Beweis genug die undisziplinierten fünften Fouls von Heuwold und Böttcher, welche zum Glück des Teams das Spiel jedoch nicht kippen ließen. Besonders Droste und Urspruch auf der Aufbauposition brachten das Spiel routiniert zu Ende und so lag sich das Team nach einem harten Stück Arbeit nach 40 Minuten in den Armen. 82:72 gegen Kölner Gäste, denen man von Anfang an mit breiter Brust entgegen trat und sich nicht versteckte. So müssen nun auch die verbleibenden zwei Spiele angegangen werden. 1 aus 2 heißt es nun, ein Sieg am kommenden Donnerstag in Bochum würde bereits reichen für das hochmotivierte Team.

Gegen die Rhein Stars Köln in der Blutfinke erfolgreich unterwegs:

Urspruch (6), Sudano (2), Heuwold (17), Wagner, Sanque, Kosch (8), Droste (26), Marcus (18), Böttcher (2), Hemmer, Schroeder, Haupt (3)