Nach einem guten Saisonstart bis zur Herbstpause (3 Siege aus 3 Spielen, siehe vorherige Berichte) standen für die u18 w neue Herausforderungen in der Jugendoberliga an. Das Hinspiel in Oberhausen wurde dabei zum echten Prüfstein und ließ leider eklatante Schwächen nach der Spiel- und Trainingspause erkennen. Trotz voller Bank zogen die Wuppertalerinnen deutlich den Kürzeren und mussten sich mit 42 : 74 geschlagen geben.  Viele Spielerinnen zeigten dabei eine unterdurchschnittliche Leistung, erst im letzten Viertel fand man mit 17 erzielten Punkten durch 5 verschiedene Spielerinnen einigermaßen in die Spur zurück. Ein Weckruf, der nach intensivierter Trainingsarbeit und Konzentration rief.

Nach zwei Wochen Training bekam man es Anfang Dezember mit einem dankbaren Gegner zu tun. Beim vermeintlichen Auswärtsspiel an der Gathe traf man auf die Mädchen von Kult-Sport-Wuppertal. Zahlenmäßig ausgeglichen hieß es 6 gegen 6, denn die VSTVlerinnen mussten ohne die etatmäßigen Aufbauspielerinnen Paula und Marlen antreten. Dies tat der Spielfreude keinen Abbruch, zumal nun andere auf der Position in die Bresche springen mussten und dies auch taten. Im Training vor der Unberechenbarkeit des Gegners gewarnt gingen die VSTVlerinnen hochkonzentriert zur Sache und führten nach 10 Minuten bereits mit 28 : 2. Gegen die nie aufsteckenden Kult-Sportlerinnen verlor man lediglich in den letzten Minuten ein wenig den Faden, konnte aber letztendlich jedes Viertel für sich entscheiden und einen deutlichen 85 : 26 Sieg im Stadtderby einfahren. Erfreulich an dieser Stelle, dass alle Spielerinnen Akzente setzen und punkten konnten, denn das Teamplay ist das A und O dieser Mannschaft auf dem Weg zum Erfolg.

Mental durch den klaren Erfolg gestärkt erwarteten die VSTVlerinnen am 9. Dezember im dichten Schneetreiben die Mannschaft des TSV Hagen. In den letzten Jahren konnte man die Ergebnisse gegen Hagen zwar knapp gestalten, jedoch nie gewinnen. Dies sollte sich nun endlich ändern. Alle 8 Stammspielerinnen der vergangenen Saison konnten ohne Verletzungsprobleme antreten. Den obligatorischen Startschwierigkeiten (0:6, 3. Minute) setzte man einen 10 : 0 – Lauf entgegen. Ein leichter Vorsprung nach dem 1. Viertel (16 : 10) verwandelte sich in einer intensiven Partie zur Halbzeit in einen knappen Rückstand (27 : 30), wobei man von der schwachen Freiwurfquote der Hagenerinnen profitierte (14 verlegte Punkte in Halbzeit 1). Die Foulbelastung stieg, aber es zahlte sich aus, dass die schnellen TSV-Spielerinnen den Umweg über die Linie nehmen mussten. Um dem entgegen zu wirken, stellte man in der Halbzeit der Verteidigung um und zog das Tempo an – mit Erfolg. 6 Spielerinnen beteiligten sich mit vielen gut ausgespielten Spielzügen an 23 erzielten Punkten in diesem Viertel und konnten einen 8-Punkte Abstand herstellen. Dieser Abstand wurde mit viel Einsatz bis zum Spielende verteidigt. Endlich ein Sieg gegen Hagen, 64 : 56 Endstand.

Das letzte Hinrundenspiel fand nach dem Jahreswechsel am 21. Januar bei den ungeschlagenen Duisburgerinnen statt. Die Devise lautete: Bloß nicht schnell in Rückstand geraten, auf die eigenen Stärken bauen – diese Zielsetzung schlug gnadenlos fehl. Viel zu lasche Verteidigung, viel zu wenig Bewegung in der Offense und ein Horrorergebnis von 3 : 26 nach 9 Minuten auf der Anzeigetafel. Aber auch hier zeigte sich, dass die Wuppertalerinnen aus der vergangen Spielzeit gelernt haben: Statt Aufgeben stand nun Herankämpfen im Vordergrund, das 2. Viertel konnte man mit 19 : 13 für sich gestalten. Leider zeigte sich nach dem Seitenwechsel erneut ein gegenteiliges Bild, ein 4 : 19 Negativlauf nach 8 Minuten und alle Hoffnungen waren wieder dahin. Es gelang den Wuppertalerinnen bis zum letzten Viertel nicht, die gute Schützin der Duisburgerinnen (6 verwandelte 3er) und den Drive zum Korb zu stoppen. Aber wieder zeigten die Spielerinnen Moral: Mit angezogenem Tempo und entschlossenen Aktionen zum Korb holte man sich erneut das letzte Viertel mit 23 : 17 zurück und konnte das Endergebnis mit 60 : 79 noch angenehmer gestalten, als es der zwischenzeitliche Spielverlauf erwarten ließ. Es wurde deutlich, dass man sich gegen den Tabellenführer eben keine Schwächephasen erlauben darf. Die Duisburgerinnen stehen zurecht an der Tabellenspitze, aber das Spiel zeigte auch, dass man in dieser Saison mit den besten Mannschaften mithalten kann. Nun gilt es, solche positiven Phasen auf ein ganzes Spiel auszuweiten.

Zur Halbzeit der Saison steht man mit 10 : 4 Punkten auf dem 2. Platz in der u18 -Oberliga aber gut dar. Nach der Altersklassenumstellung von u 17 auf u 18 wissen die VSTVlerinnen jetzt, dass sie in jedem Spiel mithalten können. In der Rückrunde gilt es die positive Hinrunde zu bestätigen und die Niederlagen gegen Oberhausen und Duisburg vor heimischem Publikum umzukehren. Die ganz besondere Stärke des Teams ist das Zusammenspiel geworden, ohne das man bei einem solch dünn besetzten Kader kein Spiel gewinnen kann. Zudem hat man mit Isabel eine schnelle Flügelspielerin dazu gewonnen, die die Mannschaft in der Rückrunde unterstützen wird. Weiter geht es am kommenden Sonntag zu ungewohnt früher Stunde um 10 Uhr in Bergisch-Gladbach, wo sich die Wuppertalerinnen aber von der ersten Minute an wach den Sieg bei den Bergischen Löwen schnappen wollen.