Licht und Schatten zeigte sich bei der u18w in den letzten beiden Spielen der Hinrunde. Vor Weihnachten trat man zu Hause gegen die direkten Verfolgerinnen aus Hilden an, wohlwissend, dass nur mit einem Sieg Platz 2 zu halten gewesen wäre. Durch den Ausfall von Paula, Carla und Marlen standen die Vorzeichen für ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk jedoch schlecht, da man ohne etatmäßige Aufbauspielerin antrat. Die Hildenerinnen wussten die Gunst der Stunde für sich zu nutzen und störten den Ballvortrag früh, sodass man ungebremst in einen 0:12 Lauf zu Spielbeginn schlitterte. Über die Linie fanden die Wuppertalerinnen nur langsam ins Spiel. Erschreckend zu Beginn, wie ängstlich man sich im Ballvortrag präsentierte. Ein 22-Punkte Rückstand zur Halbzeit war die logische Konsequenz.

Zur zweiten Halbzeit besann man sich in der Blutfinke auf eine bis dato vermisste alte Stärke: Den Kampfgeist. Mit einer Verteidigungsumstellung präsentierte man sich nun völlig anders und konnte den Spielabschnitt knapp für sich entscheiden. Das zeigte, was drin gewesen wäre, wenn man von Anfang an mit mehr Mut zu Werke gegangen wäre. Dennoch bleibt bei allen auch die ganz klare Erkenntnis, dass ohne drei Stammspielerinnen noch zu wenig Erfahrung und technische Klasse im Team steckt. Spielerisch anspruchsvoll ließ sich auch das letzte Viertel gestalten, das Laster aus Halbzeit 1 war aber zu groß, um noch einmal heranzukommen. Die an diesem Tag besser eingestellten Mädchen aus Hilden errangen einen in der Höhe zu deutlichen, aber verdienten 71:48-Sieg in der Blutfinke.

Positiv anzumerken ist, dass die SW-Basket-Ladies in Halbzeit 2 ihren Kampfgeist und ihre Verteidigung verbesserten und so einen Lerneffekt erzielen konnten. Der sonst so löbliche Umstand, dass alle Spielerinnen am Scoring beteiligt waren, wurde leider durch zu viele fahrlässig kassierte Punkte geschmälert. Es gewinnt eben nicht nur der, der mehr Punkte erzielt, sondern auch der, der weniger kassiert…

Es spielten: Butterweck, Memeti, Breitenborn, Affeld, Stöttner, Urspruch, Hübner, Denda

In besserer Form, aber auch gegen einen schwächeren Gegner präsentierten sich die Wuppertalerinnen nach der wohlverdienten Winterpause am vergangenen Sonntag in Düsseldorf. Bei den Capitol Bascats fand man nach anfänglichen Startschwierigkeiten (6:8, 5. Minute) besser ins Spiel und konnte sich mit vielen cleveren Zügen zum Korb entweder direkt oder über den Weg zur Linie die Punkte sichern (20:10 nach Viertel 1). Im 2. Viertel ging es dann auf beiden Seiten etwas gemächlicher zu, ehe man in Hälfte 2 wieder spielerische Highlights setzen konnte und über sehenswerte Angriffszüge den Weg zum Erfolg suchte. Durch Druck auf den Gegner und schnelle Ballgewinne konnte trotz etlicher vergebener Chancen die Punkteausbeute nun gesteigert werden. Alle Spielerinnen zeigten dabei, dass sie in der Lage sind, taktische Anweisungen schnell umzusetzen. An der Technik wird indes in den 4 Wochen bis zum Rückrundenauftakt weiter gefeilt werden müssen. Letztendlich errangen die SW-Baskets einen ungefährdeten 64:33 Sieg.

Es spielten: Butterweck, Breitenborn, Affeld, Stöttner, Modrzweski, Sonnenschein, Urspruch, Memeti, Hübner, Denda

Mit 2 Niederlagen steht man Punktgleich mit den Teams aus Hilden und Gerthe hinter den Mädchen aus Herne auf dem 4. Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende kann man sich entspannt zurücklehnen und das Aufeinandertreffen der verbliebenen Spitzenteams beobachten. Zur Rückrunde ist aus eigener Kraft noch jede Platzierung nach oben hin in der Tabelle möglich, dafür gilt es aber weiterhin hart im Training zu arbeiten. Die Mannschaft hat zusammengefunden und freut sich auch weiterhin auf viel Unterstützung von der Tribüne, um in der Oberliga weiterhin für Furore sorgen zu können.