Am vergangenen Wochenende ging es erneut nach einigen Wochen Pause für die u18w gegen die punktgleichen Konkurrentinnen aus Herne darum, die Hinspielniederlage zu egalisieren. Trotz der Versuche, sich intensiv auf dieses Spiel vorzubereiten, schaffte man es in der finalen Trainingswoche nicht auf 10 Spielerinnen in einer Einheit zu kommen und so spielnahe Situationen einzustudieren.
Wie so oft starteten die Wuppertalerinnen holprig in die Partie und es misslang, freie Korbversuche zu versenken. Im Gegenzug brauchte man auch eine Weile, um zu verstehen, dass die Hernerinnen ihre treffsichere Dreierschützin im Gepäck hatten und man in diesem Spiel tatsächlich den Schritt raus machen musste, um Schlimmeres zu verhindern. Über den direkten Weg zum Korb bekam man zwar die Freiwürfe zugesprochen, setzte aber allein 5 davon im 1. Viertel daneben, sodass man sich einem 9:17 Rückstand ausgesetzt sah.
Dieser Situation jedoch sind die SW Baskets-Spielerinnen mittlerweile gewachsen und starteten bis zur 15. Minute einen furiosen 11:0 – Lauf, um erstmals in Führung zu gehen (20:19, 35. Minute). Besonders erfreulich: Alle Spielerinnen waren in dieser Phase in der Lage, die Laufwege und das Tempo mitzugehen, sodass sich die 11 Punkte auf 5 Schultern verteilten – klasse! Bedingt durch Wechsel und das freie Stehenlassen der Gegnerinnen konnte diese wiederum kontern (20:26, 16. Minute), ehe Marie mit 8 Punkten in Folge dafür sorgte, dass das Ergebnis zur Halbzeit offen gestaltet wurde (28:30).
In die 2. Halbzeit startete man wiederum mit einem 8:0- Lauf, ehe die Kräfte langsam zu schwinden begannen und sich die Gegnerinnen durch kluges Passspiel immer wieder freie Würfe erspielten. Dennoch behielt man mit einer knappen Führung zum 4. Viertel zunächst die Kontrolle über das Spiel (45 : 41, 30. Minute). Dann aber erfolgte ein Bruch im Spiel der Wuppertalerinnen – auch bedingt durch ggf. falsche Trainerentscheidungen, sodass man die Gegnerinnen Punkt für Punkt davonziehen ließ und auf der Gegenseite die Angriffszüge und besonders Freiwürfe nicht nutzen konnte, um den Anschluss zu halten – nur 1/6 in dieser Phase, obwohl man bei den Hernerinnen für Foulprobleme sorgte! Solche Chancen muss man eben nutzen, um enge Spiele für sich zu entscheiden. Ganz bitter: Die von Beginn an bekannte Schützin der Gäste kam in dieser entscheidenden Phase zu zwei 3-Punkt-Erfolgen in Serie, sodass man in Minute 38 plötzlich mit 12 Punkten hinten lag. Wer die Spiele der u18w bisher verfolgt hat weiß jedoch, dass die Mädchen zu keinem Zeitpunkt in einem Spiel abzuschreiben sind. Auch die Fangemeinde aus Eltern und Freunden war wie immer bei den Heimspielen weiterhin voll da. Mit dem für viele neuen „stop-the-clock“-Spiel bäumte man sich gegen die drohende Niederlage auf – und tatsächlich, die Gegnerinnen wurden nervös und ließen Punkte liegen, sodass man aufholen und beim Stand von 61:64 noch einmal in Ballbesitz kommen konnte. Die letzten 3 Sekunden waren aber zu wenig, um den Anschlusstreffer doch noch zu erzielen. Somit blieb es bei einer knappen 3-Punkte Niederlage nach einem tollen u18w-Oberligaspiel.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass taktisch eine hervorragende Leistung abgeliefert wurde und viele Dinge aus dem Training und auch aus den Auszeiten heraus tadellos umgesetzt wurden. Diese Fortschritte werden sich in den nächsten Spielen auszahlen, zumal solch knappe Niederlagen immer auch aufs Konto der Trainerin gehen und diese daraus hoffentlich auch lernt 😉.

Es spielten für die SW Baskets:
Alina, Paula, Isabel, Joa, Marlen, Carla, Lilly, Blerina, Marie, Eleni