U18w mit unglücklicher Niederlage in Herne

Am Samstag reiste die u18w zu ungewohnt früher Stunde nach Herne; um 10 Uhr ging es gegen die ebenfalls ungeschlagenen Ruhrbott Baskets zu Werke. Dabei trat man auf 8 Spielerinnen dezimiert aus einer ungewohnten Ausgangslage heraus an.
Gleich zu Beginn des Spiels mussten sich die Mädchen auf mehrere Widrigkeiten einstellen: Aufbrausende Eltern an der Seitenlinie, eine enge Linie der Schiedsrichter (7 Pfiffe gegen die Wuppertalerinnen in Viertel 1, davon 3 gegen Marlen) und vor allem eine besser eingestellte gegnerische Mannschaft als in der Vorwoche. So startete man holprig in die Partie, traf wenig und ließ auch noch die wichtigen Treffer an der Linie, über die man ins Spiel hätte finden können, liegen – in Viertel 1 waren es 5, weshalb dieses auch mit 10:11 abgegeben wurde.
Im 2. Viertel wurden die Wuppertalerinnen dann selbstsicherer, zeigten am einen Ende des Feldes sehenswerte Spielzüge und drängten auf der anderen Seite die Gegnerinnen an den Rande der Shotclock. Dementsprechend standen 22 kassierte Punkte, was ein gutes Ergebnis ist, 26 gemachten Punkten gegenüber.
Trotz Führung und Warnung zur Halbzeit verloren die Wuppertalerinnen zu Beginn des 3. Spielabschnitts den Faden, liefen immer wieder in die Trap der Gegnerinnen und ließen diese unbehelligt ihre Fastbreaks ausspielen. Folgerichtig ein 0:8-Run und ein Rückstand (26:30, 22 Min.), den man nicht mehr aufholen sollte. Zudem bekam gerade in dieser Phase Marlen ihr 5. Foul zugesprochen, sodass in einem schnellen Spiel nur noch eine Rotation mit 7 Spielerinnen möglich war. Einerseits war dies natürlich eine Chance für die jüngeren Spielerinnen, sich zu beweisen, andererseits in einem Spitzenspiel natürlich sehr unglücklich, eine Leistungsträgerin so früh zu verlieren. Die Wuppertalerinnen steckten nicht auf und kamen noch einmal heran (34:35, 27 Min.), mussten aber langsam dem hohen Tempo und den nun treffsichereren Gegnerinnen Tribut zollen. In der Folge wurden im letzten Spielabschnitt zu viele Turnover durch eigene Fehler produziert, sei es beim Ballvortrag oder im Abschluss, sodass man nur noch einmal durch zwei Einzelaktionen von Blerina in Schlagdistanz kam (44:45, 35 Min.). Dann aber war das Pulver verschossen, es fand kein Setplay mehr statt, man ließ sich überlaufen und konnte erneut nicht die einfachen Punkte von der Linie in der Endphase des Spiels mitnehmen (0/4 im letzten Viertel).
Am Ende stand eine 46:55 Niederlage zu Buche, die keinen äußeren Umständen wie Uhrzeit, Fans oder Schiedsrichtern zuzuschreiben ist, sondern für die man die Ursachen in der eigenen Leistung suchen sollte. Positiv zu sehen war, dass alle Spielerinnen bis zum Ende Kampfgeist zeigten und zusammenhielten – leider nicht mit dem erhofften Erfolg. Die Erkenntnis, dass man den Gegner hätte schlagen können macht jedoch Mut für die letzten drei Spiele des Jahres gegen Gegnerinnen aus der oberen Tabellenhälfte. Am kommenden Sonntag um 16 Uhr muss in der Blutfinke ein Sieg her, um weiter in der Spitzengruppe der Oberliga zu bleiben.

Es spielten für die SWB:
Alina, Helene, Joa (16), Marlen (3), Carla (5), Lilly, Blerina (8), Marie (14)

U18w beweist Moral gegen Uerdingen

Am Sonntag traten die ältesten SWB-Nachwuchsspielerinnen im 2. Heimspiel gegen eine starke Truppe aus Uerdingen an und konnten nach großem Kampf und einer packenden Schlussphase einen 63:61 Sieg einfahren.
Die Wuppertalerinnen hatten sich viel vorgenommen an diesem Spieltag, ging es nach der Niederlage in der Vorwoche doch darum, den Anschluss an das ungeschlagene Spitzenduo Herne und Gerthe zu halten. Mit voller Bank, auf der einzig Helene krankheitsbedingt fehlte und einer grandiosen Fanwand dahinter, standen die Vorzeichen dafür gut. Gleich zu Beginn fand man ordentlich ins Spiel und konnte die erste Führung verbuchen (3:0, 1. Minute), ehe aber deutliche Schwächen in der Verteidigung gegen technisch gute Gegenspielerinnen deutlich wurden und man schnell den Anschluss verlor (7:16, 5. Minute). Die Krefelderinnen kamen ins Rollen und eine erneut katastrophale Freiwurfquote (7 liegen gelassene Punkte in Viertel 1) ließ jegliche Aufholjagd kläglich scheitern. Ein 14:24 – Rückstand nach Viertel 1, der aber schlechter aussah als der Spielverlauf. Tatsächlich waren es eben wieder vergebene einfache Chancen und individuelle Defensivfehler, die bei einer attraktiven Mannschaftsleistung dazu führte. In Viertel 2 dann eine leichte Verbesserung, bei der Blerina als Empfängerin der Passstaffetten mit Treffsicherheit am Brett zu überzeugen wusste. Dieses Viertel konnte mit 17:16 knapp gewonnen werden; es war aber klar, dass eine Steigerung in Halbzeit 2 hermusste, um noch einmal Anschluss zu finden.
In Viertel 3 entwickelte sich ein zähes Ringen, in dem auch die Gegnerinnen nun Punkte an der Linie liegen ließen, jedoch keiner Mannschaft eine wirkliche Serie gelingen konnte. Wie schon in Viertel 2 ließ man sich auch in Viertel 3 in den letzten Sekunden wieder einen schlecht verteidigten Korb einschenken und stand so weiterhin vor einem knappen Rückstand (43:51, 12:11 Viertelergebnis). In Viertel 4 bließ Joa mit zwei schnellen Fastbreakabschlüssen dann zur Aufholjagt (47:53, 32. Minute), bei der nun jeder Erfolg mit Jubel von der Tribüne belohnt wurde. Auch von der Bank aus stimmte nun die Unterstützung und mit einem wahren Kraftakt in der Verteidigung gelang es tatsächlich, bis zur Mitte des Viertels aufzuschließen (55:55, 35. Minute). Bemerkenswert: Die bisher treffsichereren Gegnerinnen kamen nun nicht mehr zum Brett und verfehlten ihre Distanzschüsse, sodass bis zur 39. Minute kein Feldkorb (!!) mehr zugelassen wurde. Die Einstellung stimmte und Marie führte die Wuppertalerinnen nach guten Zuspielen aus der Transition heraus in Front (60:55, 39. Minute). Über die technisch starke Spielerin Voß gelang den Krefelderinnen aber noch einmal der Anschluss (60:59, 39. Minute), ehe man im Angriff die Nerven behielt. Bei 1 Punkt Führung mussten die Krefelderinnen die Uhr stoppen und schickten Marlen bei noch 9 Sekunden Spielzeit an die Linie. Mit einem verwandelten Freiwurf dann eine 63:61 – Führung, die im Rückfeld verteidigt werden musste. Nun zeigten sich die Wuppertalerinnen wach und ließen keinen Drive zum Korb mehr zu. Bei erster Gelegenheit schmiss sich Carla, die mit vielen erkämpften Bällen überzeugen konnte, auf das Leder und konnte so einen weiteren Abschluss bis zum Ablauf der Zeit verhindern. Der Jubel danach war entsprechend riesig und nach einer tollen Aufholjagd auch mehr als verdient. Alle Spielerinnen machten unabhängig von der Spielzeit ihre Sache gut und boten sich für weitere Aufgaben an.
Die vielen leichten Fehler und die – ja, es ist leider so – schlechte Freiwurfquote gilt es bis in die kommende Woche, wo es zum Aufeinandertreffen mit den Tabellenersten aus Gerthe kommt, noch zu verbessern. Der Heimsieg an diesem Tag gibt aber dafür viel Rückenwind mit. Ein großer Dank gilt an die vielen Eltern, Geschwister und Freunde, die besonders in der Crunchtime wie ein 6. Mann auf dem Feld wirkten. So darf das gerne bei jedem Heimspiel sein!

Es spielten für die Südwest Baskets:
Alina, Paula (1), Leonie, Joa (16), Marlen (13), Carla (2), Lilly, Blerina (9), Marie (20), Eleni, Isabel (2)