Lediglich bis zur 4.Minute vermochten die Gäste aus Uerdingen mitzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Bayeraner dank eines versenkten 3ers mit 9:7 in Führung. Danach wurde aber auf Seiten der Südwestler ordentlich das Tempo sowohl in Defense als auch Offense angezogen, bis zur ersten Viertelpause stand ein 20:11 auf dem tableau.

Überhaupt zeigte sich das Team unter der Leitung von Juliette spielfreudig und gut aufgelegt. Lediglich die Verletzung von Paula warf einen kleinen Schatten über das Spiel. Allerdings entpuppte sich diese nicht als sonderlich schwerwiegend. Aber nicht mehr an dem regen Treiben auf dem Spielfeld teilnehmen zu können, war in dem Moment wahrscheinlich schmerzhafter, als der leicht geschwollene Fuß.

Der Südwest-Express lief hiervon unbeeindruckt in Richtung gegnerischem Korb. Jedes Viertel wurden 20 Punkte und mehr erzielt, alle beteiligten sich an der Punkteausbeute, die Gäste wurden konsequent deutlich unter 20 Punkten gehalten. So gewinnt man Spiele.

Angeführt von dem wieder einmal großartig aufspielenden Grigoriy, der ein ums andere mal seine Gegenspieler austanzte, ließen sich Darina (im letzten Viertel unstoppable), Levin, Simon und Frederike nicht lumpen und suchten konsequent den gegnerischen Korb. Ilja und Marian (mit seinem ersten Korb in sensationeller Art und Weise) untermauerten ihre Zugehörigkeit zur Regionalliga-Mannschaft mit einer sehr engagierten Leistung und Top-Einstellung. Die fehlenden Kleinigkeiten werden bis zum regulären Saisonstart im Januar erarbeitet.

Und dann noch Tristan: wo der Junge sein Selbstvertrauen her hat…unfassbar. Ein Karajan auf dem Spielfeld ! Routinierte Entscheidungsfindung, wie ein alter Hase. Nehm ich den Distanzwurf? Lieber doch ein penetration? Oder eher den besser postierten Spieler bedienen? Oder.oder… Er traf nahezu in jeder Phase die richtige Entscheidung. Let´s  go on.

Die Zuschauer, die aufgrund eines Hallenzugangsproblems etwas auf den Sprungball warten mussten (an dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Geduld der Uerdinger Gäste) musste an diesem Volkstrauertrag alles andere als trauern. Sie sahen eine beschwingte Kombo, wie aus einem Guss.

Über den Halbzeitstand von 40:26, bis zur letzten Viertelpause (63:38) schraubte man das Endergebnis auf 87:52 hoch.

So kann es weiter gehen.