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Gleich zwei Spiele in einer Woche standen für die U14 auf dem Programm . Zunächst ging es am ungewohnten Dienstagabend nach Düsseldorf. Ungewohnt auch, dass die mittlerweile gut eingelaufene Kombo das ganze Spiel über nie so richtig in Tritt fand. Lag es an der ultrarutschigen Halle, an der ungewohnten Spielzeit, an dem trügerischen Sicherheitsgefühl durch den deutlichen Hinspielerfolg… Was auch immer. Alles nur Ausreden. Es fehlte irgendwie die richtige Einstellung zur engagierten Defense und präzisen Offense.

Es entwickelte sich kein schönes Spiel, dafür passierten auf beiden Seiten viel zu viele Fehler. Ging das erste Viertel noch mit einem mageren 9:12 verloren, sicherten sich die Südwest kids zumindest Viertel zwei mit einem 18:12 die Halbzeitführung.

Im zweiten Teil  des Spiels wurde es nicht besser, im Gegenteil. Aus der kleinen Führung wurde recht schnell ein Rückstand, dem man bis zu 35. Minute hinterher lief. Erst zum Ende hin ergriffen Darina und Grigoriy die Initiative, um einen mühseligen 60:52 Sieg zu sichern. Das war noch einmal gut gegangen. Tristan, Levin, Grigoriy, Darina, Simon, Paula, Frederike und Milian (der seinen ersten Einsatz in der Truppe gut meisterte) schrammten haarscharf an einer Blamage vorbei.

Das allgemeine Fazit war klar: mit der Einstellung musste man am kommenden Sonntag gegen den Ligaprimus Duisburg erst gar nicht antreten. Eine deutliche Steigerung muss her.

In zwei prall gefüllten und intensiven Trainingseinheiten versuchte man sich auf den Tabellenführer einzustellen. Erkenntnis aus der 20-Punkte-Hinspielniederlage: das wird sauschwer.

Mit gehörigem Respekt verliefen die ersten Minuten mit geringem Erfolg. Der Treffsicherheit der Gäste aus der Distanz hatten die Südwestler mit den zunächst wenig erfolgreichen Angriffen zum Korb wenig entgegen zu setzen. Das Spiel schien in eine Richtung zu gehen, die keiner haben wollte. Mitte des Startdrittels lag man bereits  2:13 hinten.  Das sollte sich  glücklicherweise nicht so fortsetzen. Grigoriy blies ein ums andere mal zum Angriff und hatte einen großen Anteil daran, dass der Rückstand zur Viertelpause lediglich drei Punkte betrug (15:18). Alles noch drin. Das zweite Viertel sollte eigentlich endgültig die Wende bringen… das Gegenteil war der Fall. Unterstützt von drei erfolgreichen Einnetzern jenseits der 3-Punkte-Linie wuchs der Rückstand zusehends an. Viele Schlampigkeiten im Passspiel, zu viele Dribbeleinheiten, die von den aggressiven Gegenspielern häufig  gestört wurden, Unaufmerksamkeiten in der Defense und schlussendlich Unkonzentriertheiten im Abschluss. Es wurde alles Unerwünschte geboten, was die Erklärung für den etwas bedrückenden 28:43 Rückstand zur Halbzeit war.

In der Halbzeitpause wurden die kids vom Coach damit konfrontiert, dass dieser Zwischenstand völlig überflüssig  war und wír endlich unser Handwerkszeug auspacken und aufs Spielfeld bringen. Denn es zeigte sich, dass der Gegner eigentlich alles andere als übermächtig war.

Und was dann auf die Duisburger Gäste zurollte, war eine einzige Angriffslawine voller Lust und Leidenschaft. Die Fehler aus Hälfte eines wurden reduziert, die Verteidigung stellte sich deutlich besser auf die Scharfschützen ein und ließen nur noch wenig zu.

Punkt um Punkt arbeitete man sich heran. Und bereits zur nächsten Viertelpause hatte man den Gleichstand geschafft. 53.53. Der Gegner war angezählt. Es gab keinen Plan B. Alle Versuche, die drohende Wende zu verhindern, wurden pariert. Die Wende war schon längst da und gnadenlos fortgesetzt.

So eine Energieleistung ist immer ein Resultat einer mannschaftlichen Geschlossenheit. Diese war auch an diesem Tag der Grund für den sich ankündigenden Erfolg. Trotzdem ist es nicht übertrieben das letzte Viertel als Darina-Feuerwerk-Viertel zu bezeichnen. Mit eine wahnsinnigen Energieleistung bändigte sie nicht nur den quirligen und sehr treffsicheren  Duisburger guard, sondern war auch noch als erste wieder vorne zu finden und fand selbst in der set offense die optimale Entscheidung, um die in der Phase überforderten Gegenspieler schwindelig zu spielen.  Hut ab!

Ungeachtet dessen war es eine kompakte Teamleistung, die diesen unerwarteten Erfolg verbuchen konnte. Am Ende ein 82:70, was wohl  keiner so wirklich auf der Uhr hatte. Partystimmung auf den Südhöhen!!

Tristan, Levin, Grigoriy, Maxim (nach mehreren Wochen das erste Spiel und direkt eingeschlagen), Darina, Paula, Frederike und Marian können nach diesem Spiel für einen Tag zufrieden den Sonntag genießen.