Kuriose Situation nach Spielende. Sichtlich angegriffen und niedergeschlagen verlässt das Siegerteam das Spielfeld. Was war passiert?

Zunächst begann das Spiel erwartungsgemäß nervös. Ohne ein einziges Vorbereitungsspiel ging man in einem vorgezogenen Spiel ( ein Dank an die Gäste an dieser Stelle für die Kooperationsbereitschaft) in die Saison gegen ein gut aufgestelltes Team aus Iserlohn, das bereits einige Testspiele absolviert hatte. Und wohl auch ziemlich erfolgreich. Die Südwestler waren unsicher, ob die eintrainierten Dinge tatsächlich im Ernstfall umgesetzt werden konnten. Lediglich point guard Finn war bereits durch Einsätze auf anderen Spielplattformen im Spielmodus.
Und das zeigte sich auch direkt von Beginn an. Er nahm das Heft in die Hand und ging vorne weg mit aufmerksamer Defense und druckvoller Offense. Die anderen zogen sofort mit. So sorgten Finn, Fynn und Paul für eine 16:9-Führung zum ersten Viertel. So langsam kamen Cedric und Torben auf Betriebstemperatur und wussten immer besser gerade in der Defense zu überzeugen. Den Gästen wurde das Leben sehr schwer gemacht.

Die eigene Treffsicherheit ließ zwar hier und da noch zu Wünschen übrig, spielte am heutigen Tag aber keine große Rolle, da die Defense stand.

Zur Halbzeit 35:24

Leider zeichnete sich in Halbzeit eins schon ab, dass nicht alle Akteure die Leistungsbereitschaft zeigten, die für diese Liga notwendig ist. Daran muss dringend gearbeitet werden.

Das dritte Viertel hatte schon viel mit dem zu tun, was sich der Coach vorstellt. Viel Druck auf die ballbesitzenden Gegner, schnelles Umschalten, Überzahlspiel. Nutzt man diese Situationen noch konsequenter aus, springen mehr Punkte heraus, als die trotzdem ordentlichen 25 in diesem Viertel. Torben holte nun auch seine Brettqualitäten aus dem Ärmel und überzeugte durch geschickte Moves.

Mit einem 60:36 in Schlussviertel gehend, sollte eigentlich alles erledigt sein.
Bis zur 36. Minute war das auch der Fall. Beim Stand von 72:42 gönnte man den Leistungsträgern die wohlverdiente Pause. Was aber dann passierte, ließ nur noch blanke Verwunderung aufkommen. Völlig kopf-, plan- und wehrlos überließ man dem Gegner das Spielfeld und den Rest der Spielzeit. Ein desolater Auftritt – schlechte Einstellung, eklatant technische Defizite im Ballvortrag – ließ die Gästeeltern ein ums andere mal in Jubel ausbrechen. Innerhalb von vier Minuten schmolz der Vorsprung bis auf unter zehn Punkte dahin. Das Desaster wurde lediglich durch die ablaufende Uhr gestoppt.

Zwar gewonnen, aber angesichts der letzten Minuten herrschte Betroffenheit. Selbst der sonst obligatorische Siegerkreisel fiel aus.
Hier gilt es zu hoffen, dass bei dem ein oder anderen Spieler nun endlich ein Denkprozess einsetzt.

Ansonsten ist man in Komplettbesetzung sicherlich in der Liga konkurrenzfähig.

Cedric, Luka C., Paul, Fynn, Finn, Luka J., Torben und Tom waren am Start.