Ein Sieg und zwei Niederlagen: so lautet die Bilanz der letzten Spiele in der Regionalliga. Konnte zunächst noch die U12 des Kooperationspartners Giants Düsseldorf recht deutlich auf Abstand gehalten werden, gelang dieser Coup am letzten Samstag gegen die Bayeraner aus Leverkusen leider nicht. Das Tal der Tränen durchlief man dann gegen die Übermacht aus Köln.

Vs Düsseldorf

Kam man zunächst recht ordentlich ins Spiel, wandelte sich im Verlauf des zweiten Achtels eine 18:9 Führung in einen 20:23 Rückstand um. Das Experiment, drei Starter direkt im zweiten Achtels auszutauschen ging voll in die Hose.
Dank Grigoriys Alleinherrschaft unter dem Korb und besserem match up in der Defense konnte dieser Makel schnell beseitigt werden und nach dem dritten Achtel eine 32:25-Führung verbucht werden. So ist nun mal im Kinderbasketball.
Nun gab man die Führung nie mehr aus der Hand und brachte das Spiel über die Zwischenstände 46:33, 59:36, 65:46, 78:54 zum Endstand 82:57.
Prägend in der Schützenliste einmal mehr Grigoriy, der sich von Spiel zu Spiel stark verbessert und zum zuverlässigen Top-Scorer entwickelt.

Vs Leverkusen

Zu Gast bei den Bayer Giants aus Leverkusen ging es hier um einen Vergleich von zwei Mannschaften mit ähnlicher Ausgangssituation. Entweder Anschluss an die obere Tabellenhälfte finden oder die untere Tabellenhälfte besiedeln und wahrscheinlich nicht mehr verlassen.
Das Spiel wurde zunächst offen gestaltet. Leider lässt sich der Spielverlauf anhand des Spielberichtes nur schwer nachvollziehen, da dieser nicht gerade regelgerecht erstellt wurde. Auch wurden hier und da vergessen ein paar Pünktchen zu notieren (2 Punkte für erfolgreiche Dreier). Aber nun ja.
Jedenfalls gerieten die Südwestler aufgrund sehr schlechter Defense gegen den Hauptprotagonisten (einem Zugang aus Köln) in Rückstand und fanden auch zunächst kein legales Mittel, den guten Jungen zu stoppen. Stark sinkende Verteidigung, wie sie regelwidrig mittlerweile fast in jedem Team ungeahndet zu finden ist, wäre eins gewesen. Man muss sich wahrscheinlich zukünftig anpassen, da die Ahndung solcher Verstöße kaum mehr, und wenn dann sehr restriktiv, stattfindet.
Jedenfalls führte dieses schlechte Defenseverhalten zu einem klaren Rückstand, der bis auf über zwanzig Punkte anwuchs. Vorne lief man zu oft in die zweite Verteidigung und kam demzufolge nicht zum erfolgversprechenden Abschluss.
Erst in den letzten beiden Vierteln zeigte das Team Charakter. Angeführt wieder einmal von Grigoriy und unterstützt von der niemals aufgebenden Darina und den U10ern Jason und Kotti, zuletzt von dem doch noch aus der Höhle kommenden Levin, wurde die Aufgabe, das Endergebnis unter zehn Punkte Differenz zu bringen, tadellos umgesetzt. Die 73:82-Niederlage war am Ende aber verdient.

Vs Köln

Gegen den haushohen Favoriten Rheins Stars Köln verschlechterten sich die ohnehin dürftigen Vorzeichen noch einmal dramatisch mit der Tatsache, dass Teamleader Grigoriy mit einem Handbruch den Rest des Jahres ausfällt und Abwesenheiten den konkurrenzfähigen Kader auf sechs Spieler/-innen schrumpfen ließ. Jason stellte sich trotz vorherigem schweren U10 Spiels zur Verfügung als siebter Mann auszuhelfen, wenn es denn nötig würde.
Der Appell vor Spielbeginn lautete: Charakter zeigen, einem übermächtigen Gegner mit Kampfes- und Einsatzwillen gegenüber treten und zeigen, dass man bereit ist in der höchsten U12-Klasse auch vermeintlich unschlagbaren Gegnern erbitterten Widerstand zu leisten.
Was dann aber auf dem Spielfeld zu erkennen war, war sehr ernüchternd. Lediglich Darina und der eigentlich nur als Notnagel vorgesehene Jason, ab und an noch Leonard versuchten zu zeigen, dass man durchaus in diese Liga gehört. Ansonsten war von bedingungslosem Widerstandswillen bei einigen überhaupt nichts zu spüren, andere fielen völlig in sich zusammen und gaben sich ihrem Leid kampflos hin. So kann man nicht gegen zugegebener Weise gut ausgebildete und körperlich total überlegene Gegner standhalten.
Es wurde eine Lehrstunde par excellence. Nein mehr sogar: eine Klatsche erster Güte.
Das Ergebnis 33:120 sekundär und unwichtig, die Art und Weise des Zustandekommens nicht unwichtig. Das Fehlen von Grigoriy hier schon deutlich spürbar und wahrscheinlich auch in den kommenden Spielen ein schwerwiegender Faktor.

Es gibt viel zu tun. Nächste Woche in Essen muss ein anderes Gesicht gezeigt werden.