Bekannt aus dem Vorbereitungsturnier in Düsseldorf, sollte der dortige Turniersieger Boele-Kabel zum jetzigen Zeitpunkt noch eine Nummer zu groß für unsere Jungspunde sein.

Zunächst merkte man der Startformation Levin, Tristan, Jason, Mehmet Kayra und Frederike – zum ersten mal mit an Board – deutlich an, das Spiel der letzten Woche aus der Erinnerung zu streichen und es deutlich besser machen zu wollen. Und das gelang tadellos. Mit viel Wurftraining im Gepäck verbesserte sich die Trefferquote deutlich nach oben. Lediglich die 5 vergebenen Freiwürfe und mal wieder zwei Distanzwürfe in den ersten vier Minuten hielten die Gäste auf Schlagdistanz.
Über 9:6 hielt man bis zur 8. Minute ein 13:11.
Die Stimmung auf der Tribüne auf Wuppertaler Seite grandios, die Elternschaft außer Rand und Band.
Insbesondere Jason merkte man an, dass bei ihm offensichtlich einige Fesseln gelöst sind und er, teils unterstützt von kleinen Zaubereien, immer wieder den Korb attackierte. Rotzfrech, so muss es sein.

Nachlässigkeiten in der Verteidigungsstellung führten dann aber in den letzten zwei Minuten zu einem 0:8-Lauf, so dass leider mit einem 13:19 das zweite Viertel in Angriff genommen wurde. Dieser Teilabschnitt begann leider etwas zäh, wurden doch wieder einige kaum erfolgversprechende Würfe genommen. Die Gäste punkteten etwas konstanter, so dass Mitte dieses Viertels ein 18:29-Rückstand auf dem tableau stand.

Grandios aber die Einstellung, mit der danach alles versucht wurde. Der Korb wurde stets attackiert, Fouls gezogen und die verhängten Freiwürfe nun viel besser versenkt. Hoffnung keimte auf beim 26:29 doch noch eine Überraschung schaffen zu können. Das Ende des Viertels gehörte aber wieder den Gästen, die ihrer Favoritenrolle unbedingt gerecht werden wollten und einen Zahn zulegten. Zu wenig Defense und schon war der Abstand zur Halbzeit auf 11 Punkte gestiegen (29:40).

Unterstützt von der spielerischen Qualität des zur zweiten Hälfte eingetroffenen Hagener Top-Spielers kontrollierten die Gäste nun die zweite Hälfte. Aber ohne, dass unsere Kids sich nur eine Minute aufgaben. Es wurde gerannt ohne Ende: Darina lief, als wäre die Welt hinter ihr her, Lukas spulte eine Riesenpensum ab und belohnte sich durch einen sensationellen Korbleger aus vollem Lauf, den er ansonsten auch vorzugsweise gerne hier und da noch gegen das Brett hämmert.
Levin, Frederike und Tristan versuchten ihre Aufgabe im Ballvortrag stets mit dem geforderten Tempo zu erfüllen. Auch alle anderen hatten am Ende nur eine Gesichtsfarbe: hochrot.

Das Ergebnis hielt man über das dritte Viertel (42:60) bis zur 39. Minute (54:73) in Grenzen. Dann schalteten offensichtliche alle auf Sparmodus und gönnten den Gästen noch satte 12 Punkte. Ein Ergebnis der Unerfahrenheit. Mehr aber auch nicht.

Trotz der 54:83-Niederlage zeigte sich der Coach durchaus zufrieden mit der Entwicklung. Einige Kinder verbessern sich von Woche zu Woche deutlich spürbar.

Neben der Intensivierung des Wurftrainings steht als nächstes die Defense auf dem Programm. Denn hier haben wir viel Luft nach oben. Zeigt sich das vor allem in der Foulstatistik: im ganzen Spiel haben wir insgesamt nur drei Fouls begangen. Das ist nicht gut, einfach zu zahm. Aber das kommt auch noch.

Jedenfalls schlugen sich Lucaß, Melvin, Jason, Levin, Tristan, Lukas, Mehmet Kayra, Paula, Darina, Frederike und Leon gegen gut ausgebildete und teilweise schon viel länger im Basketballgeschehen aktive Hagener besser, als erwartet.