Neue Saison, neue Regeln, neues Team: zu Beginn der heiß ersehnten Spielzeit standen angesichts der massiven Veränderungen eine Vielzahl von Fragezeichen im Raum, die es peu a peu zu beantworten gilt. Wie bringen sich die neuen Kinder in das Team ein? Wer kann schon ganz gut mithalten? Wie wirken sich die stark veränderten Regeln auf das Spiel, die Spielverläufe aus?
Auch ein erfahrener Coach musste sich in der Spielvorbereitung umstellen.
Altbekannt hingegen die Spannung, die eine Partie gegen den westfälischen Kontrahenten aus BG Hagen versprach.
Die Startercombo Iasonas, Lucaß, Kotti und Matti wussten zumindest in der Offensive zu gefallen. Mit viel Engagement wurden die ersten beiden Achtel mit jeweils zehn erzielten Punkten abgeschlossen. Dass es zu einem 20:13 Zwischenstand reichte war dann aber eher der Treffunsicherheit der Gäste zu verdanken, als der eigenen Verteidigungsstärke. In Achtel zwei und drei spielten dann bereits die beiden Newcomer Noah und Stefanos und machten ihre Sache ganz ordentlich. Etwas Glück hatte man in Achtel drei, als beide Seiten zufällig die Hauptprotagonisten auf der Bank Platz nehmen ließen.
Im Achtel vor der Halbzeit zeigte sich aber die Stärke der Gäste: zielstrebig wurde unsere nach wie vor nicht durchgängig überzeugende Verteidigung attackiert und ein ums andere mal geschlagen. Zur Halbzeit schrumpfte der Vorsprung auf 33:31 zusammen.

Halbzeit zwei dann eine Hälfte der lauten Stimmen. Nach einem guten fünften Achtel, in dem der Vorsprung wieder leicht ausgebaut wurde, versuchte der Coach in Achtel sechs die Kinder durch laute, klare Ansagen wieder auf Spur zu bringen, als der Faden verloren ging und die Südwestler sich plötzlich einem Rückstand ausgesetzt sahen. Spätestens in Viertel sieben merkte er allerdings, dass die Kinder damit nicht erreicht wurden, da sie zu sehr mit sich und der Situation beschäftigt waren. Und jetzt kam die Zeit der blauen Wand. Wie bereits im Vorjahr kam von der Rängen lautstarke Unterstützung aus allen elterlichen Kehlen. Auch noch nicht erfahrene Eltern, die eigentlich eher die Eigenschaft der zaghaften Zurückhaltung pflegen, schmetterten leidenschaftlich die „Defense, Defense“ und „Let´s go Baskets, let´s go “ Rufe in die Ronsdorfer Nachmittagsstunde: die Halle bebte.
Angestachelt davon legten die kids auf dem Parkett ein sensationelles letztes Achtel auf. Selbst Neuling Noah, sonst eher der ruhige Vertreter, wuchs über sich hinaus und belohnte sich zusätzlich zu seiner sehr präsenten Verteidigung obendrein mit einem Korberfolg. Iasonas und Kotti waren nicht zu bremsen. Griechische Bedingungslosigkeit gepaart mit wilder Ronsdorfer Entschlossenheit besorgten einen 74:57 Endstand, der so nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre. Lucaß als Hüter der eignen Hütte der Garant im Schlussakkord für den Offensivwirbel der Kollegen. Finale grande!!

Der Hunger auf eine großartige Saison ist geweckt. Die kids sind da, die Eltern sowieso. Zurückhaltendes Abwarten der Neulinge: keine Chance.

Einen stimmungsvollen Saisonstart feierten: Lucaß, Malvin, Stefanos, Noah, Devin, Kotti, Jan, Iasonas, Simon, Matti