Zum Saisonende hin scheint die Luft bei den Südwest-Jungspunden so ein bisschen raus zu sein. Jedenfalls springt das Südwest-Pferd kaum noch höher, als es unbedingt muss.

Legte man im Lokalderby gegen Ronsdorf Graben bereits ein mageres Viertel hin, krönte man dieses noch im Spiel gegen die Astro Stars aus Bochum.

Zunächst hatte man allerdings den Eindruck, als wolle man noch einmal so richtig alles raushauen. Das 26:6-Auftaktviertel verschaffte Hoffnung auf ein durchweg schwungvolles Spiel. In allen Belangen demonstrierte man Überlegenheit. Lediglich eine bessere Wurfausbeute verhinderte einen noch deutlicherer Führung. Viele Wurfversuche blieben liegen.
Nun verfeinerten die kids die Inanspruchnahme vom Recht auf erfolglose Wurfversuche und feuerten so was von erfolglos auf die Korbanlage, dass die komplett anwesende Elternschaft sich verwundert die Augen rieb. Dem Halbzeitstand von 45:16 konnte gemessen an den unzähligen Fahrkarten der Coach nur in der Defense etwas positives abgewinnen.
„Aber das können wir noch besser“, so scheinbar der fragwürdige Vorsatz für Viertel drei. Eigentlich hätte man nach Ballvortrag ab der Mittellinie den Ball einfach nur an den Gegner übergeben müssen. Von der Effektivität, die beide Teams bei den Korbabschlüssen vermissen ließen, wäre das aufs Gleiche hinaus gelaufen. Die Vokabel gruselig geisterte in des Coaches Kopf herum. Insgesamt galaktische fünf Feldkörbe – auf beiden Seiten zusammen – brachten die Kinder zustande.

Nur geringfügig besser das Schlussviertel. Fehlwürfe en masse. Die vergeigten Dinger hätten gereicht, um zwei Spiele zu entscheiden. Offensichtlich sorgte die Vorfreude auf den anschließenden, gemeinschaftlichen Schmaus beim Asiaten für reichlich Ablenkung, um so ein Spiel entstehen zu lassen.
Na ja, am Ende ein 68:25, was man zur Kenntnis nimmt. Mehr aber auch nicht.

Spaß beim Asiaten hatten die Kinder trotzdem.

Lucaß, Melvin, Jason, Levin, Tristan, Kotti, Mehmet Kayra, Kesiah, Paula, Darina, Frederike und Matti zeigten zumindest in der Verteidigung, dass sie sich zurecht ein Trikot übergezogen haben.