Die knappe Hinspielniederlage (70-74) und das Wissen, dass man sich gegenüber der Hinrunde deutlich verbessert hat, versprach von vorne herein eine spannende Begegnung gegen BG Hagen. Und so kam es auch.

Trotz früher Morgenstunde kamen die Südwestler recht gut in Tritt. Ein besondere Aufgabe kam auf Darina zu, die den Hauptakteur aus dem Hinspiel (55 Punkte) an die kurze Leine nehmen sollte. Dies gelang ihr recht gut, ganz auszuschalten war der gute Junge aber nicht.
Auffällig heute, dass für diese Altersklasse körperlich schon recht rustikal zu Werke gegangen wurde. Für den ein oder anderen der zahlreich – nein vollständig – mitgereisten Eltern hier und da etwas zu rustikal. Aber daran werden sie sich gewöhnen. Sind unsere Kinder eher Freunde für die etwas weichere Gangart, ließen sie sich kompromisslos auf die westfälische Härte ein und machten munter mit. Das bekam ein ums andere mal gerade Darinas Kontrahent zu spüren. Sie war sich für keine Arbeit zu schade, auch wenn das schon mal auch ein bisschen weh getan haben könnte. Aber der Respekt war ihr gewiss. Auch die anderen zeigten in der 1vs1 Verteidigung deutliche Verbesserungen. Immer der Wille, den stark am Ball ausgebildeten Gegenspieler nicht ohne weiteres an sich vorbei ziehen lassen zu wollen. Großartig.

Defizite heute leider nur in der Reboundarbeit unter dem eigenen Korb und vielleicht in der Trefferausbeute aus aussichtsreicher Position. Ansonsten: nichts zu beanstanden.

Der Spielverlauf ein ständiges Hin und Her mit wechselnden Führungen. Nach Viertel 1 21:20 für die Gastgeber. Eine 5-minütige Korbflaute in Viertel 2 sorgte dann für ein kleines Polster von 12 Punkten für Hagen. Gleichzeitig auch die höchste Differenz im ganzen Spiel. Angetrieben durch eine Auszeit 90 Sekunden vor der Halbzeit, konnte aber wieder auf 4 Punkte verkürzt werden (35:39).

Halbzeit zwei dann für die Eltern kaum zu ertragen. Die Hochspannung blieb bis zum Schluss. Gleichstand nach Viertel 3. Kleine Rückstände wurden wieder aufgeholt und so ergab sich noch eine buzzer beater Situation für Jason, die allerdings ohne Glück blieb. Ein grandioses Spiel fand in Hagen einen glücklichen Sieger. Allerdings auch verdient, da auch auf dieser Seite bedingungslos gefightet wurde. Hätte der Coach etwas mehr Mut bewiesen und den Endspurt früher angezogen, wäre mehr drin gewesen. Aber wie heißt es so schön: knappe Niederlagen gehen auf die Kappe des Coaches. Zieht er sich an!

Alle Beteiligten ( Lucaß, Melvin, Jason, Trista, Levin, Kotti, Mehmet Kayra, Darina und Frederike ) haben großen Einsatz gezeigt, auch wenn nicht für alle die gleiche Spielzeit abgefallen ist. Das wird nachgeholt.