Spät, spät in diesem Jahr ging es für die größten Mädels im Jugendbereich endlich los im überschaubar besetzten Feld der Jugendoberliga. Doch auch die lange Vorlaufzeit und der nominell starke Gegner konnten die Wuppertalerinnen nicht davon abhalten, die ersten zwei Punkte aus Bochum mitzunehmen und einen 49:43 Sieg einzufahren.

Begleitet von Ana, die den Kader der letzten Saison aus Altersgründen in Richtung D2 verlassen hat und mit klaren Worten der Trainerin zeigte man sich von Anfgang an wach, besonders was die Verteidigungsarbeit betraf. Vorne setze zu Beginn besonders Eine ein deutliches Zeichen: Blerina in ihrem ersten Meisterschaftsspiel überhaupt (!) schlich sich ein ums andere Mal an ihren Gegenspielerinnen vorbei und streute satte 7 der 17 Punkte in Viertel 1 ein. Ein tolles Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, mit dem Vereinssport anzufangen und auch dafür, dass die u18w in der Lage ist, spielerisch alle mit einzubinden und so über die Mannschaft anstelle von Einzelspielerinnen den Weg zum Erfolg zu suchen. So konnte offensiv Entlastung für die erfahrenden Spielerinnen geschaffen werden, die heute in der Defense besonders ackerten, was sich leider nicht in Punkten messen lässt. Ein 17:11 Vorsprung nach Viertel 1, ausgebaut auf ein 27:16 zur Halbzeit.

In Viertel 3 hieß es dann, die Intensität weiter hochzuhalten. Mehr Rotation führte zu mehr Unordnung im Spiel der Wuppertalerinnen, der Ball fand nun nicht mehr so einfach den Weg in die Reuse. Bis zur 28. Minute konnte man auch den Gegnerinnen den Weg zum Korb weiter verschließen (35:22). Dann aber ließ plötzlich bei allen die Kondition nach, man versäumte die Zuordnung in der Verteidigung und das Mitgehen weiterzuführen und lief in einen 0:8 lauf hinein, sodass es pünktlich zum letzten Spielabschnitt noch einmal spannend wurde (35:30). Die Ansage zum 4. Viertel war deutlich und die Bank genug gefüllt, um Entlastung zu schaffen. Man wollte die Räume hinten wieder dicht machen und vorne über einfache Abschlüsse wieder Sicherheit gewinnen. Dies setzten die Wuppertalerinnen besonders über Joa um, die von allen Seiten gut in Szene gesetzt zur Hochform auflief und im Alleingang die letzten 11 Punkte der Mannschaft markierte. Nicht zu vergessen ist aber, dass nun alle in der Verteidigung wieder aktiv wurden und man so in der 35. Minute die höchste Führung des Spiels erspielte (47:34). Die Bochumerinnen konnten nur noch Ergebniskorrektur über die technisch starke Spielerin Czerkawski betreiben, die mit 7 Punkten in Folge konterte. Am Ende brachte man den Sieg clever über die Zeit und gewann das erste Saisonspiel mit 49:43.

Auch wenn die Sicherheit im Abschluss, die Ruhe und die Übersicht im Spiel bei allen noch ausbaufähig sind, zeigte das Spiel, dass die Wuppertalerinnen in der Vorbereitung viel dazu gelernt haben. Besonders die Einbindung der letztjährigen u16-Spielerinnen Leonie und Alina sowie der Neuzugänge Blerina und Lilly gelang. Jetzt gilt es, die Lehren aus dem ersten Spiel in Trainingsinhalte umzusetzen und weiter fleißig zu trainieren, um in der Siegerspur zu bleiben.

Es spielten für die SWB:
Alina, Paula (2), Helene, Leonie (1), Joa (16), Marlen (9), Blerina (15), Lilly, Isabel, Marie (6)