Nach jahresübergreifend sechs Niederlagen in Folge und keinem einfachen Start in das neue Jahr für den gesamten Verein beenden wir unsere Berichtspause mit dem Spielbericht zum 90:75 Sieg gegen den Kooperationspartner aus Düsseldorf. Hatte man es sich vor der Saison noch etwas anders vorgestellt und den Duellen mit dem Koopartionspartner ART Giants Düsseldorf entspannt entgegen gesehen, sorgte die Tabellensituation für eine Menge Feuer beim Duell am vergangenen Samstag. Düsseldorf als Tabellenletzter zum Siegen gezwungen und Südwest nach Absturz auf Platz 9 ebenfalls in einer unangenehmen Situation, die Vorzeichen sorgten für ein packendes Duell der sich bestens bekannten Coaches und Spieler.

Düsseldorf mit Verstärkung des ehemaligen BBL-Spielers Genz und den erfahrenen Mettner, Kheir und Radtke startete gleich mit einem 8:0 Lauf und bewies mehr Wurfglück als die Baskets. Trainer Tomanek, zum ersten Mal mit Rückkehrer Marinkovic verstärkt, aber ohne die verletzten Regoda, Urspruch, Prahm, Kremer und dem beim Praktikum in Afrika weilenden Nick, verzichtete mit seiner 11 Spieler starken Bank auf eine Auszeit und schaffte angetrieben von Marinkovic, Azzouz und Lovric gleich die Antwort zur 11:10 Führung.

Beide Teams zeigten zunächst Schwierigkeiten sich an die enge, aber gut bis zum Schluss durchgezogene, Linie der Schiedsrichter anzupassen. Viele Ausflüge an die Freiwurflinie waren die Folge, mit 76 % Treffern zeigte Südwest dabei ein besseres Gesicht als in den letzten Wochen. Dank wichtiger Energie durch Ferreira Hohensee von der Bank und einem Dreier von Abdiwahid ging es mit einem knappen 27:26 in die erste Viertelpause. Im zweiten Viertel fand dann auch der angeschlagen ins Spiel gegangene Zraychenko wieder zu seiner Form und erzielte wichtige Punkte für Südwest. Doch Düsseldorf ließ sich nicht abschütteln und zeigte sich stark von Außen, 6 Dreier in Halbzeit eins und eine starke Leistung von Liebert aus dem NBBL-Kooperationsteam drehten das Spiel in eine 43:42 Führung für Düsseldorf zur Pause.

In der Halbzeitpause besann sich Südwest, überwiegend mit einer 8-Mann Rotation agierend, nochmal auf die eigenen Stärken und wollte deutlich mehr Abschlüsse am Brett generieren um die Physis auf den langen Positionen auszunutzen und Fouls zu ziehen. Dies gelang besonders Kapitän Lovric im dritten Viertel gleich exzellent und auch der Rest des Teams präsentierte sich offensiv gefährlich, sechs Spieler erzielten 8 oder mehr Punkte und Zraychenko weckte mit einem krachenden Dunking die Halle auf. Spätestens als Big Man Abdiwahid in gewohnt geschmeidiger Manier den Fadeaway in Nowitzki-Style zum 67:59 versenkte (30.) schien Südwest im Aufwind.

Mit 67:63 ging es in die entscheidenden 10 Minuten. Dort setzten die erfahrenen Azzouz, Marinkovic und Lovric gemeinsam mit Cox und Pook zum entscheidenden Lauf an, nach einem 11:0 Lauf stand es 78:67 bei vier Minuten Restspielzeit. In dieser Phase war auch das Glück auf Südwest-Seite, denn die gut ausgespielten Würfe der Gäste fanden ihr Ziel nicht. Der stark aufspielende Ferreira Hohensee belohnte sich im Anschluss selbst mit einem Korberfolg für die eigene Leistung und spätestens nachdem der nach einem Foulspiel leicht am Oberschenkel verletzte Lovric noch auf die Zähne biss und die Freiwürfe zum 83:74 90 Sekunden vor dem Ende verwandelte, war das Spiel entschieden. Zraychenko konnte die folgenden Fastbreaks für 5 Punkte nutzen und stellte den zu deutlichen 90:75 Endstand in einem fesselnden Spiel her. Südwest konnte nur dank einer deutlich verbesserten Leistung im Vergleich zu den Vorwochen und der wichtigen Rückkehr von Marinkovic gegen ein starkes Team aus Düsseldorf bestehen, welches in dieser Verfassung sicherlich noch für Spannung im Abstiegskampf sorgen wird. Südwest hat nun sechs Siege auf dem Konto und benötigt mindestens zwei Siege aus den letzten 7 Spielen, um sicher im Tabellenmittelfeld zu landen. Mit dem Aufstiegskampf hat man nach den Plätzen 3 und 2 in den vergangenen zwei Jahren diesmal nichts zu tun, nachdem man eine Menge schwere Verletzungen verkraften musste. Nun gilt es die Weichen für die Zukunft zu stellen und die Kooperationen in der Region weiter auszubauen, um den Basketball im Bergischen Land noch stärker aufzustellen und junge Talente zu fördern.

Gegen Düsseldorf im Einsatz:

Lovric (15), Bausch, Pook (9), Azzouz (20), Jeske, Cox (1), Zraychenko (21), Abdiwahid (8), Marinkovic (13), Ekong, Ferreira Hohensee (3)