Bereits mit Neuzugang Niklas Cox (Foto #9 von Jörg Maß) gelang den Südwest Baskets ein ganz wichtiger 91:87 Erfolg bei den Telekom Baskets Bonn. In einem echten Thriller sicherte sich Südwest erst nach Verlängerung diesen wichtigen Sieg. Ohne den verletzten Marko Lovric (Nasentrümmerbruch) warf Sven Tomanek den erfahrenen Neuzugang Niklas Cox (36) ins Rennen, der bereits in Schwelm und Essen höherklassig gespielt hat und dem jungen Team wichtige Impulse auf und neben dem Feld geben konnte. Zudem erstmals dabei und in der ersten Fünf der Baskets, das 15-jährige Eigengewächs Finn Pook. Beide überzeugten mit viel Einsatz, gerade in der Verteidigung gegen den Bonner Ausnahmespieler Lewis, welcher bereits im ersten Saisonspiel 51 Punkte erzielt hatte. Die One-Mann-Show des Bonners Jeremy Lewis brachte die Gastgeber im vierten Viertel zurück ins Spiel. „Wir haben ihn oft gut rausgenommen, aber er hat trotzdem durch viele zweite Chancen und fehlende Zuordnung 43 Punkte gemacht“, sagte Tomanek.

Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten legten die Wuppertaler ein starkes zweites Viertel hin und führten zur Halbzeit mit 15 Zählern. Besonders Cox, Urspruch und Abdiwahid überzeugten in dieser Phase durch physisches Spiel und schnelles Umschalten. Cox konnte immer wieder die Bigs Azzouz und Abdiwahid unter dem Korb finden und so ging es mit einer 50:35 Führung in die Halbzeitpause. In der Halbzeitpause wurde eindringlich vor den Comeback-Qualitäten der Bonner gewarnt, besonders Lewis war jederzeit in der Lage das Spiel mit wenigen Aktionen zugunsten des Heimteams zu drehen.

So begann die zweite Hälfte sehr zäh und beide Teams taten sich schwer zu punkten. Pook und Lehnen sorgten dafür, dass auch nach 30 Minuten noch eine 64:52 Führung zu Buche stand, obwohl Cox kurz vorher aufgrund eines unnötigen technischen Fouls nach guter Verteidigungsaktion die Halle verlassen musste und fortan außerhalb der Halle mit dem Team mitfieberte. Südwest fehlte die ordnende Hand und es gab einen Bruch im Spiel, ganze 5 Minuten gelangen nur 2 Punkte durch Azzouz und wie vermutet sorgte der flinke Lewis, welcher in dieser Phase jeden Pfiff der Unparteiischen bekommen sollte, im Alleingang dafür, dass die Gastgeber plötzlich mit 72:70 in Front lagen.

Nun kam es beim jungen Team ohne erfahrenen Aufbauspieler auf die Nervenstärke an und Lehnen und Pook antworteten gleich mit wichtigen Zählern zum Ausgleich. 80:80 in Minute 39, noch 30 Sekunden, Ballbesitz Bonn. Nach guter Verteidigung belohnte sich Südwest nicht mit dem Rebound, sondern der Ball fiel Lewis in die Hände, welcher mit seinem 39. und 40. Punkt für die 82:80 Führung sorgte, Auszeit Südwest, noch 9 Sekunden. Das Play wurde einigermaßen umgesetzt und der Ball gelangte in die richtigen Hände, 2 Sekunden vor Ende konnte Zraychenko mit einem spektakulären Wurf ausgleichen, Verlängerung!

Dort sollte im ersten Spielzug gleich das selbe Play folgen und Zraychenko sorgte für eine schnelle Führung. Doch Bonn antwortete mit 5 schnellen Punkten, welche jedoch die letzten in der Verlängerung sein sollten. Zraychenko, Lehnen und Azzouz machten den Sack zu und holten einen ganz wichtigen 91:87 Auswärtserfolg, bei dem 10 Spieler punkten konnten, jedoch in der Verteidigung noch zu oft unaufmerksam agierten und beim Rebounds einige Luft nach oben haben.

Scoring Südwest: Lehnen (14), Urspruch (4), Nick, Pook (10), Prahm (2), Cox (6), Zraychenko (14), Abdiwahid (12), Regoda, Azzouz (20), Ekong (3), Keßen (6)

Viertel Bonn:Südwest: 22:21, 13:29, 18:16, 30:18, Verlängerung: 5:9