Beim ersten Auswärtsspiel der Saison ging es für die u18-Spielerinnen des VSTV gegen die Mannschaft der TuS Hilden. Dabei musste diesmal auf Stammspielerin Carlotta verzichtet werden, wohingegen Marlen nach ihrer Verletzung wieder mit Kurzeinsätzen eingeplant werden konnte.
Anders als in den Heimspielen starteten die Wuppertalerinnen nervös in die Partie und ließen viele einfache Chancen am Brett liegen. Musste man sich mit einem mageren 8 : 8 Unentschieden nach dem ersten Spielabschnitt wieder neu auf alte Stärken besinnen. Dies gelang bis zur Mitte des 2. Viertels wieder mit dem aus den ersten beiden Spielen gewohnten Fastbreak-Spiel, wobei besonders Ana ihre Schnelligkeit nutzte und mit einigen flinken Korblegern zur Führung für die Wuppertalerinnen beitrug (21 : 10, 16. Minute). Nachlässigkeiten in der Verteidigung ließen den Vorsprung bis zur Halbzeit aber wieder schwinden (23 : 17, Halbzeitstand). Besonders in der Reboundarbeit wurden Schwächen sichtbar, es wurde weder ausgeboxt noch gesprungen.
In der Halbzeit folgte ein Appell an die Moral der Spielerinnen, man solle sich kämpferischer präsentieren. Dies zeigte zunächst Wirkung und Joa konnte die Mannschaft mit guten Einzelaktionen wieder deutlicher in Front bringen (29 : 19, 23. Minute). Dann aber schlichen sich weitere Fehler ins VSTV-Spiel herein: Die Pässe fanden ab der Mitte des 3. Viertels nur noch selten einen Mitspieler, was zu einer Hektik führte, die angesichts des Spielstands gar nicht nötig gewesen wäre. So kamen die Gegnerinnen noch einmal bis auf 4 Punkte heran (31 : 27, 26. Minute). Dazu kamen auch noch die Nerven an der Freiwurflinie in dieser entscheidenden Phase hinzu – ein Manko, dass sich leider schon des Öfteren gezeigt hat und dass der Mannschaft unter anderem im Vorjahr den Sieg an gleicher Stelle gekostet hatte. Dieses Mal jedoch konnten sich die Wuppertalerinnen noch einmal aus der Affäre ziehen. Mit einem Viertelübergreifenden 15 : 0 Lauf bis zur 35. Minute konnte man die letzten 5 Minuten mit einer 19 Punkte-Führung im Rücken etwas lockerer angehen. Lilith konnte dabei mit aggressiver Verteidigung überzeugen und Paula brachte ihre Pässe und Korbleger nun mit mehr Präzision nach vorne, sodass ein schönes Teamplay im letzten Spielabschnitt zum verdienten 52 : 36 Sieg führte.
Trotz dreier Siege aus den ersten drei Spielen schlichen sich bei den VSTVlerinnen immer wieder Fehler ein, die es in den Herbstferien auszumerzen gilt. Dennoch geht ein dickes Lob an die Mannschaft, die sich nicht vom Personalmangel beeinflussen lässt und bisher in allen Spielen zurecht als Sieger vom Feld ging. Ziel ist es nun, auch den vermeintlich stärksten Gegnerinnen in diesem Jahr aus dem Ruhrgebiet ebenfalls Paroli zu bieten.

Es spielten für den VSTV:
Raak (14), Wicht (1), Krause (2), Stöttner (16), Modrzewski (4), Kaurin (4), Güntekin, Hübner (11)