Am Sonntag zu früher Stunde traten die VSTVlerinnen um 10 Uhr bei den Bergischen Löwen an. Auf der Hinfahrt langsam erwacht, mussten die Wuppertalerinnen ihr gesamtes Spektrum abliefern, um die zwei Punkte aus dem Hinspiel zu verteidigen.

Gegen stark verbesserte „Löwinnen“ entwickelte sich von Anfang an ein offener Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Den höchsten Rückstand des Spiels (2 : 7, 2. Minute) konnte man im 2. Viertel in den höchsten Vorsprung (21 : 15, 12. Minute) umwandeln, ehe sich der Spielverlauf als 1-Punkt-Spiel einpendelte. Dabei wurden trotz Verteidigungsumstellung viele Lücken nicht sinnvoll gestopft, sodass die Topscorerin der Gastgeber bis kurz vor Schluss relativ unbehelligt zu ihren 28 Punkten kam. Die VSTVlerinnen konnten dem kollektiv viele starke Korbleger entgegensetzen, an diesem Tag angeführt von Paula. Eine solide Freiwurfquote von über 50 % hielt das Spiel offen, zur Halbzeit stand eine knappe Führung auf dem Tableau (38 : 37). Erfreulich an diese Stelle: Isabel konnte direkt zwei Premieren in ihrem zweiten Spiel feiern und sich mit dem ersten Korb, gefolgt vom ersten Foul auf dem Spielbogen verewigen.

In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Keiner Mannschaft gelang es, sich richtig abzusetzen, . Viel Wille im Angriff machte mangelnde Beinarbeit in der Defense auf seiten der Wuppertalerinnen wieder wett. Nach knappem Rückstand im letzten Viertel folgte dann – endlich – ein kleiner Run: Ein 8:0- Lauf sorgte für eine knappe Führung (64 : 60, 34. Minute), die die Gastgeberinnen noch einmal konterten (66 : 66, 35. Minute). Dann aber schien das Pulver der „Löwinnen“ verschossen und nach einer deutlichen Ansprache begannen die VSTVlerinnen letztendlich, konsequent zu verteidigen. Carlotta und Marie sammelten noch einmal entscheidende Rebounds ein, vorne spielte man die Aktionen gezielt zu Ende. Man kassierte keinen Korb mehr und konnte das Spiel mit 75 : 66 für sich entscheiden.
An den 19 Punkten des letzten Viertels waren 6 Akteurinnen beteiligt – vielleicht der kleine Vorteil gegenüber der Heimmannschaft, die fast ausschließlich über ihre zwei schnellen Flügelspielerinnen punkten konnte. Dennoch sind 66 kassierte Punkte viel zu viel, auch wenn die Offensive glücklicherweise ins Rollen kam und diese mit 75 Punkten ausgleichen konnte. Schlüssel zum Sieg neben dem Teamplay war sicherlich die verbesserte Freiwurfquote, gepaart mit 5 Minuten starker Verteidigung am Ende. Wäre man damit früher in die Pötte gekommen, hätte das einen ruhigeren Sonntagmorgen für die Trainerin und die mitgereisten Eltern bedeutet. Am Ende zählen die zwei Punkte, mit denen die VSTVlerinnen den 2. Tabellenplatz in der Jugendoberliga halten können.

Es spielten für den VSTV:
Breitenborn (2), Raak (19), Krause, Stöttner (11), Modrzewski (14), Kaurin (6), Hübner (15), Petri (8)