Am vergangen Wochenende trat die u18w zum direkten Duell mit den Tabellennachbarinnen aus Hagen an, die man im Hinspiel auf Distanz hatte halten können. Ohne Carlotta war man auf der Centerposition etwas dünn besetzt, sah dem vorletzten Saisonspiel aber positiv entgegen.

Die (noch) VSTVlerinnen legten einen furiosen Start aufs Parkett und konnten sich mit einem zwischenzeitlichen 18:4 Lauf im ersten Viertel, den auch eine Auszeit des Hagener Trainers nicht stoppen konnte, zunächst etwas absetzen (26:13 nach dem 1. Viertel). Der Gegner wurde häufig mit dem von der Trainerin geforderten Fast-Break Spiel überlaufen, sodass die Wuppertalerinnen angeführt von den Leistungsträgerinnen Marlen, Marie und Joa zunächst zu einfachen Punkten kamen.

Die Devise lautete im 2. Viertel dann etwas Kräfte zu sparen, da nicht alle Bankspielerinnen das Tempo des 1. Viertels mitgehen konnten. Es schlichen sich vermehrt einfache Fehler ins Spiel, angefangen bei der Ballannahme über die Backdoorverteidigung bis hin zu Fehlpässen, die vermeidbar gewesen wären. Dennoch schalteten sich auch die anderen Akteurinnen nach und nach vermehrt ins Spiel ein und man konnte einen Vorsprung (39:31) in die Pause mitnehmen.

Im 3. Viertel kam man dann wieder etwas besser ins Rollen und konnte die Führung durch ansehnliches Zusammenspiel und gutes Auftreten im 1-1 erneut etwas ausbauen. Die Zeichen deuteten auf einen Auswärtssieg (52:41 nach dem 3. Viertel).

Leider, leider, leider machte sich der Kräfteverschleiß der Leistungsträgerinnen im 4. Viertel bemerkbar. Die Fehlerquote nahm zu und man ließ die Hagenerinnen recht unbehelligt eine Aufholjagd starten. Die Folge: Auf einmal sah man sich einem Rückstand ausgesetzt (53:56, 35. Minute). Unnötig ob des Spielverlaufs, aber leider auch dadurch bedingt, das von der Bank zu wenig kam, um die erfahrenen Spielerinnen zu entlasten. Das ist wiederum auf wenig Spielpraxiserfahrungen in einer dünn besetzen Oberliga zurückzuführen, aber das ist eine andere Geschichte…

Die Wuppertalerinnen steckten jedoch nicht auf und kämpften sich mehrmals wieder heran, sodass man in der 39. Minute noch einmal in Führung gehen konnte (66:65). Der letzte Korb der Partie fiel dann aber zu Gunsten der Gastgeberinnen. Fakt ist auch, dass die Wuppertalerinnen keinen der vier abschließenden Freiwürfe verwandeln konnten und somit die Chance auf den Sieg selbst aus der Hand gaben (Endstand 66:67). Das leidige Thema der Relevanz von Freiwürfen bleibt also weiterhin im Training präsent und schmälert auch die Tatsache, dass sich in Hagen zwei Mannschaften ein ansehnliches Oberligaduell lieferten und die Wuppertalerinnen nach zuletzt etwas schwächeren Spielen sich deutlich verbessert präsentierten.

Vor dem letzten Spieltag steht man nun punktgleich, aber durch den Gewinn des direkten Vergleichs (immerhin) vor den Hagenerinnen auf dem 2. Tabellenplatz der Oberliga. Mit einem Sieg an einem packenden letzten Spieltag gegen die ungeschlagenen Tabellenersten aus Duisburg (der aber im Bereich des Möglichen liegt) können sich die VSTVlerinnen den 2. Tabellenplatz aus eigener Kraft sichern, sonst ist man aus Schützenhilfe der viertplatzierten Oberhausenerinnen angewiesen, die am letzten Spieltag zeitgleich gegen die drittplatzierten Hagenerinnen antreten. Es bleibt also spannend.

Die u18w freut sich nach einer bisher erfolgreichen Saison auf zahlreiche Unterstützung im Kampf um Platz 2 am 13. Mai ab 12 Uhr in der Blutfinke.

Es spielten für den VSTV:

Breitenborn, Raak (9), Wicht, Krause, Stöttner (16), Modrzewski (16), Kaurin (2), Hübner (23)