Gegen zwei Top-Teams der Regionalliga konnte keine Überraschung erarbeitet werden. Zunächst spielte man gegen BG Bonn. Gegen die gut eingestellte und gecoachte Mannschaft konnte man lediglich im dritten Drittel zeigen, zu was die Mannschaft in der Lage ist.
Ansonsten offenbarten sich die Schwächen der Mannschaft gnadenlos. Das Fehlen vieler Basics ist das Hauptmanko vieler Jungs in diesem Jahr. Insbesondere die schwache Korbausbeute stellt nachhaltig ein Problem dar.
Gegen die klug angreifenden Bonner kam dann noch die eklatante Schwäche in der Defense dazu. Wurde ein Spieler geschlagen, fehlte die Hilfe weitestgehend vollständig. So kann man in der Liga, zumindest gegen die Teams im oberen Tabellendrittel, keinen Blumentopf gewinnen.
So war das Spiel zur Halbzeit beim Stand von 24:51 so gut wie gelaufen.
Das wollte Finn nicht so einfach hinnehmen und blies noch einmal zum Angriff. Zumindest die Verteidigung arbeitete nun effektiver und das Drittel konnte mit 18:11 gewonnen werden. Die Aussicht, das Spiel noch einmal eng zu gestalten, war aber so gut wie nicht gegeben.
Das sollte sich dann auch recht schnell im letzten Viertel bestätigen, als die Bonner ein missmatch und die wieder fehlende helpside-Defense gnadenlos ausnutzten und den Sack endgültig zu machten. Am Ende eine verdiente Abfuhr. 58:89.

Etwas ratlos angesichts der vielen, vielen Defizite im team ging es an diesem Wochenende zum Tabellenführer BG Hagen. Bekanntlich erwartete uns eine aggressive Vollfeld-Presse, leider wieder meist nicht legal, leider wieder nicht von der Schiedsrichtern geahndet. Immer wieder ärgerlich, dass dieser spezielle Trainer mit der Ignoranz der Regeln durchkommt. Aber über jemanden, der seine 13-jährigen Jungs auf dem Spielfeld zur Strafe Liegestütze machen lässt, muss man nicht viele Worte verlieren.
Zum Spiel selber. Die Presse war kein Problem, hatten wir uns darauf eingestellt und mit Finn einen souveränen Ballhandler, der immer wieder entweder selber manchmal bis zu vier Gegenspieler stehen ließ oder mit harten Pässen die Presse sicher überbrückte.
Viertel eins wurde ausgeglichen gestaltet.16:18.
Viertel zwei brachte dann den vielleicht spielentscheidenden Rückstand, weil einige nicht die nötige Disziplin einhielten und machten, was sie wollten und nicht die Vorgabe des Coaches umsetzten. Und es offenbarte sich wieder diese Abschlussschwäche. Somit ging dieses Viertel 9:22 verloren.
Halbzeit zwei zeigte sich dann aber phasenweise ein deutlich verbesserte Einstellung, vor allem zur Defense. Die pentration wurden viel besser verteidigt, so dass die Gastgeber ihr Heil aus der Distanz suchten. So entfachte sich ein wahres 3er Bombardement auf unseren Korb, wovon lediglich einer sein Ziel fand. Die Gastgeber wurden sichtlich nervös, gingen ihnen doch die Ideen aus. Uns stand das Glück in den entscheidenden Phasen nicht zur Seite. Viele gute herausgespielte Abschlussmöglichkeiten wurden grob fahrlässig vergeben. So konnte der Abstand zwar bis auf 5 Punkte verkürzt werden (34. Minute). Dann aber holten uns Nachlässigkeiten in der Reboundarbeit wieder ein. Auch wurde die in der Auszeit besprochene Vorgabe wieder nicht umgesetzt. Es wäre am heutigen Tag, trotz einer desolaten Leistung in Viertel zwei, deutlich mehr drin gewesen.

Aber: eine deutliche Besserung gegenüber dem Bonn-Spiel. Die 62:70 Niederlage nicht überraschend, aber unnötig.