Die Anreise zum vorverlegten Spiel in Bonn sollte sich mehr als mühselig erweisen. Ohnehin starker Berufsverkehr um Köln und dann noch Staus aufgrund schwerer Unfälle ließ einen pünktlichen Spielbeginn leider nicht zu.

Mit 30-minütiger Verspätung sollte das mit Spannung erwartete Spiel gegen ein bis dahin um die Westdeutsche Meisterschaft kämpfendes Team der BG Bonn beginnen. Die Gastgeber mussten allerdings auf min. zwei Leistungsträger verzichten, wir hingegen liefen zwar komplett, aber teilweise arg angeschlagen, auf. Die Erkältungswelle hinterlässt halt Spuren.

Gepusht durch die guten Ergebnisse der letzten Wochen wollte man die Anreisequerelen erst gar nicht im Kopf ankommen lassen und nahm den intensiven fight mit den vom jungen Bonner Coach sehr gut eingestellten kids auf.

In einem ausgeglichenen Spielverlauf suchten beide Teams konsequent den Weg zum Korb, ohne zunächst mit hoher Quote abschließen zu können. Gut auf unsere Spielweise eingestellt, störten gleich mehrere Gegenspieler unsere Leistungsträger und stellten sich selbst dem körperlich sehr überlegenen Torben in den Weg. Demzufolge eine leichte 19:16-Führung nach dem ersten Viertel.

In Viertel zwei kamen die Offensivkräfte besser zur Geltung. Netzten die Gastgeber immer wieder freie Würfe aus der Distanz ein, suchten unsere Jungs in erster Linie den Weg zum Korb.  Auch in diesem Viertel ein leichter Vorteil für uns. Halbzeitstand 45:39 .

Konnte  Bonn zu Beginn der zweiten Hälfte den Rückstand noch einmal  verkürzen, war unseren Jungs deutlich anzumerken, dass sie die Gunst der Stunde nutzen und einen weiteren Sieg gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel einfahren wollten. Selbst der ziemlich vergrippte Luka schmiss sich ins Gemenge, um Entlastung für Teamkameraden zu bieten. Schnaufend, wie eine Lokomotive, absolvierte er seinen wertvollen Kurzeinsatz. Kompliment.

Zwischenzeitlich konnte man sich eine 15-Punkte-Führung erarbeiten, Bonn blieb aber stets brandgefährlich und zeigte dies kurz vor Viertelende mit einem Dreier. Die 12-Punkte Führung zum letzten Viertel kein Grund sich zurückzulegen. Die ersten drei Minuten des letzten Viertels, in dem kein Korb zugelassen wurde, sollten dann das Spiel entscheiden. Über 73:56 sollte letztendlich das match souverän mit 87:73 nach Hause gefahren werden (und dieses mal ohne Stau).

In den letzten Wochen hat sich bei der Mannschaft ein echtes Wir-Gefühl entwickelt, dass auch körperliche Beeinträchtigungen (heute neben Luka auch Paul und Torben) wegstecken lässt und überhaupt kein Gedanke daran aufkommt, nicht aufzulaufen, sondern dem Team zu helfen, wenn es nur irgendwie geht.

Ein großer Dank geht speziell an die Eltern, die sich an diesem Donnerstag auf eine nervenaufreibende Horroranreise eingelassen haben. Aber so lernt man die kleinen Nebenstraßen rund um Kölns Autobahnen kennen.

Cedric, Luka. C., Paul, Fynn, Finn, Luka J., Torben und Tom schauen in der Tabelle motiviert nach oben