Die Vorzeichen waren klar vor dem Spitzenspiel in Paderborn, nach zuvor 19 Siegen in Folge könnte man mit einem Sieg bereits die Meisterschaft eintüten. Doch da hatte man die Rechnung ohne die One-Man Show der Paderborner, sowie den kurzfristigen Verletzungen von Alex und Konrad gemacht, welche die Mannschaft zwar schwächten, jedoch keine Ausrede für die lethargische Vorstellung in der Defensive sein können. Mit 10 Mann, ohne Alex, welcher sich am Tag zuvor den Fuß im Training gebrochen hatte, aber mit Konrad, welcher versuchte auf die Zähne zu beißen, jedoch unter starken Schmerzen in Minute 9 das Spiel beenden musste, reiste man nach Paderborn.

Dort sollte sich, wie bereits im Hinspiel, ein extrem offensivlastiges Spiel entwickeln. Beide Teams fanden meist Lösungen, um hochprozentige Würfe zu verwandeln. Paderborn agierte dabei eher im Halbfeld, während die Südwest Baskets wie gewohnt versuchten das Tempo zu forcieren. Und wie man den Basketballsport so kennt, und es sich meist in den Spielen in denen zwei starke Teams aufeinandertreffen entwickelt, prägten annährend die gesamten 40 Minuten Offensivläufe das Spiel.Nach schnellem 3:12 Rückstand und einem nervösen Beginn der Südwestler, fing sich das Team und konnte seinerseits durch Teambasketball antworten. 4 Spieler erzielten im Spiel entweder 17 oder mehr Punkte, jedoch zeigte das gesamte Team in der Entscheidungsfindung deutlicher Schwächen und schloss Angriffe entweder überhastet oder mit schweren Würfen ab, welche gar nicht nötig waren. Durch einen eigenen Lauf konnte man das erste Viertel mit 30:22 gewinnen und zeigte sich bis zu Konrads Ausscheiden auch unter dem Korb stark.

Leider musste man nach Beginn des zweiten Viertels auf eben jenen verzichten, fortan kamen besonders auf Jonathan einige Defensivaufgaben zu. Bis zur Halbzeit tat man sich dann offensiv ungewohnt schwer und fand keine guten Wurfpositionen, während Paderborn mit Tempo den Korb attackierte und die Defensive der Baskets zu oft auf dem falschen Fuß stehen ließ. Folgerichtig ein 45:49 Rückstand zur Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit entwickelte sich weiter ein extrem knappes Spiel. Nun wachte Mick auf Seiten der SWler auf und zeigte sich offensivstark. Jedoch wählten zu viele Spieler in dieser Phase den Wurf aus der Distanz, anstatt zum Korb zu attackieren. In dieser Phase verpasste man eine höhere Führung. So kam es, wie es kommen musste, der offensivstarke Seibel der Paderborner initiierte einen weiteren Offensivlauf und erzielte 16 seiner insgesamt 67 Punkte vor Ende des dritten Viertels. 69:76 vor Beginn der letzten 10 Minuten.

Nachdem man das gesamte Spiel den Spieler Seibel nicht am Zug zum Korb hindern konnte und eine ungleiche 13:23 Foulverteilung von Seiten der Schiedsrichter hinnehmen musste, geriet man zum Einen in kaum nachzuvollziehende Foulprobleme und zum Anderen war man gezwungen fortan dem Spieler mehr Platz für den Wurf von Außen zu lassen. Mit 5 Dreiern zog der Spieler jedoch jeglichen Comeback-Bemühungen den Zahn, Respekt für diese Offensivleistung, an diesem Tag fanden die Baskets, anders als im Hinspiel, einfach kein Mittel um den Spieler zu stoppen. Bei 87:96 Rückstand in Minute 37 nach Dreier von Justin musste man sich in der folgenden Auszeit also so langsam mit dem Thema direkter Vergleich und Verteidigung der Tabellenspitze beschäftigen. Nach 11-Punkte Sieg (97:86) im Hinspiel musste man es verhindern mit mehr Punkten zu verlieren, sonst hätte die Tabellenführung an die Paderborner abgegeben werden müssen.

Doch nach fünftem Foul von Mick und weiterer Punkte des Spielers Seibel geriet man plötzlich 20 Sekunden vor Ende mit 94:106 in Rückstand, zu viel um Platz 1 zu behalten. Somit also eine letzte Auszeit und nah am Korb konnte Tom den wichtigen Punkt zum 96:106 verwandeln. Somit bleibt das Team vorerst auf Platz 1 und hat nun noch zwei schwierige Aufgaben gegen Dorsten und Hagen zu bestehen, um die Meisterschaft in der Regionalliga zu feiern.

Die erste Niederlage stellt keinen Beinbruch für unsere jungen Wilden der U12-1 dar, jedoch macht die Art und Weise der Verteidung Sorgen. In den kommenden zwei Spielen wird ein höherer Wille am eigenen Ende des Feldes nötig sein, will man sich nicht aus dem Rennen um die Meisterschaft verabschieden. Trotz der verschärften und bekannten Regelungen in der U12 darf es nicht passieren, dass man ein Spiel gegen einen Spieler verliert, welcher über 60 % der Punkte des Teams erzielt und es nicht gemeinsam als Team besser verteidigt bekommt.

Die Chance es besser zu machen gibt es schon bald, am kommenden Sonntag um 12 Uhr in der Blutfinke gegen den starken Tabellendritten aus Dorsten, welche ebenfalls einen starken Einzelspieler besitzen, den es zu stoppen gilt. Die U12 freut sich dabei über jede Unterstützung!

 

In Paderborn im Einsatz:

Tim, Jonne, Tom, Justin, Till, Gianluca, Jonathan, Konrad, Marko und Mick