Aushilfscoach Klaus bekam die Aufgabe, die immer wieder besondere Herausforderung BG Hagen zu meistern. Auf dem Papier eine lösbare Aufgabe, weiß man aber, dass der Gästecoach immer wieder mit originellen taktischen Varianten aufwartet, die auch die Schiedsrichter vor anspruchsvolle Aufgaben stellen. Konflikte mit den Spielregeln vorprogrammiert.

Zunächst startete man schlecht ins Spiel: einfach Abschlüsse vergeigt; zu weit weg vom Gegner in der Defense. Und schon sah man sich einem 7:11-Rücdkstand ausgesetzt. Diese Defizite wurden aber schnell abgestellt. Marko bekam seinen Kontrahenten immer besser in den Griff. Einzelaktionen führten zu einem 12:0 Lauf, der erst einmal für etwas Ruhe sorgte.
Bis zum Viertelende sorgten zwei Dreier für eine 25:14-Führung, die aber alles andere als beruhigend war.
Beruhigend war nur, dass die Schiedsrichter die Ungehobeltheiten der Gastgeberbank nicht akzeptierten. Regelwidrig mit zwei Betreuern wild Anweisungen erteilend und Schiedsrichterentscheidungen kommentierend wurde bereits in Minute 7 der Co-Trainer (und gleichzeitig Vater zweier U10-Spieler) der Halle verwiesen.
Die mittlerweile bekannten Disziplinarmaßnahmen gegen die eigenen Kinder (Liegestütze, In die Ecke stellen mit erhobenen Armen; Missachtung während er Auszeit) sollten am heutigen Tag natürlich auch nicht fehlen. Sehr zweifelhafte Unterhaltung.

Dass sollte aber nicht unsere Sache sein. Unsere Konzentration lag auf unserem eigenen Spiel. Und das lief in Viertel zwei überhaupt nicht. Wildes 3er Geballer und schlecht vorbereitete Züge zum Korb gegen eine sehr enge Verteidigung führten nicht zum Erfolg. Dazu musste man mit einer eigenwilligen Hagener Taktik auseinandersetzen. Eine Kind mit Ball auf einer Seite, alle anderen weit weg auf der anderen. Im 1vs1 hatte man viel Mühe, die gut ausgebildeten Kinder zu stoppen.
Die problematische Offensive war aber im Endeffekt dafür verantwortlich, dass das Viertel mit drei verloren wurde.
Die Halbzeit wurde genutzt, um die erfolgversprechenden Grundzüge vom Kinderbasketball zu verdeutlichen. Diese wurden dann auch prompt umgesetzt, so dass Viertel drei mit sieben und Viertel vier mit acht Punkten gewonnen wurde.
Mick legte den quirligen Ballhandler an die Kette. Eine entscheidende Maßnahme.

Jubel am Ende über einen verdienten 86:63-Erfolg, der die Regionalliga-Meisterschaft sichert und eine etwas günstigere Ausgangssituation für das Top4-Turnier um die Westdeutsche Meisterschaft schafft.

Malte, Jonne, Tom, Justin, Till (baumstark), Gianluca, Jonathan, Marko (!) und Mick (!!!!) haben noch Großes vor.